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HHS-Konzert bot “Klangmalerei”
Am Sonntag, 16.12.2001 hatte der Handharmonika Spielring Bischofsheim (HHS) zum großen Konzert in das Bischofsheimer Bürgerhaus eingeladen. Der 1. Vorsitzende Stefan Finkenauer konnte
über 200 Anhänger des HHS aus Bischofsheim und befreundeter Vereine aus der Umgebung begrüßen. An diesem Adventssonntag fand bisher die traditionelle Weihnachtsfeier statt. Dieses Jahr hatte man sich zu
einem Konzert entschlossen, da im Frühjahr und Herbst die Aktiven bei anderen Veranstaltungen und mit der Konzertfahrt nach England anlässlich der Verschwisterungsfeierlichkeiten sehr beschäftigt waren.
Das zweistündige Konzert wurde sehr fachkundig von Peter Kleinort moderiert und bot erneut eine gelungene Darstellung verschiedener
Musikstile. Der Beginn gestaltete sich ganz im Sinne einer Eisenbahnergemeinde, wie Kleinort erläuterte. Das 1. Orchester unter der Leitung von Stefan Finkenauer brachte ein Medley schöner Melodien aus
Andrew Lloyd Webbers Musical “Starlight Express” zu Gehör. Von Liebesmelodien bis zu schwungvollen Rhythmen verstand es das Orchester, diese Musik mit dem Akkordeon darzustellen. Dazu
passend folgte anschließend eine Komposition des Akkordeonkomponisten Adolf Götz mit dem Titel “Intercity”. Der Komponist drückt in diesem Werk die Schnelligkeit der Bahn auf der einen Seite
aber auch die Gemütlichkeit des Reisens auf der anderen Seite aus.
Die Leiterin des 2. Orchesters Katja Heizenröder griff mit einem Medley aus Beatles-Melodien ein durch den Tod von George Harrison
aktuelles Thema auf. Für den authentischen Klang wurde das Jugendorchester sogar von einem E-Gitarristen unterstützt. Nach dem Titel “Salto Mortale” schickte Kleinort die Zuhörer in die Pause.
Anschließend waren die Jüngsten des Vereins mit bekannten Fernsehmelodien an der Reihe. Nach der “Pippi
Langstrumpf” gemeinsam mit dem 2. Orchester hatte dann das 3. Orchester unter der Leitung von Liane Tauchert die Bühne für sich alleine. Verschiedene “TV-Hits für Kids” wurden
gekonnt und schwungvoll umgesetzt. Kleinort berichtete, dass hier sehr viel Arbeit und Engagement in der Nachwuchsarbeit, auch durch die Ausbildung im Einzelunterricht, steckt und dankte den beiden
Dirigentinnen.
Zum Abschluss zeigte dann das 1. Orchester noch einmal die musikalische Vielfalt des Akkordeons. Mit der dreisätzigen Suite
“Heimatbilder” des Komponisten Gerhard Mohr wurde im wörtlichsten Sinne eine Klangmalerei dargeboten. Während das Publikum im ersten Satz noch über den Fluss Oder träumen konnte wurde es im zweiten
Satz bei der Wanderung durch das Riesengebirge mit einem “Gewitter” wieder eingeholt. Der dritte Satz endete schließlich mit einer schnellen und furiosen Heimkehr. Dem Dirigenten Stefan
Finkenauer und seinem Orchester gelang es, die verschiedenen Stimmungen und Klangfarben auf das sehr aufmerksame Publikum zu übertragen.
Als Zugabe hat sich das Orchester dieses Jahr den langsamen Walzer “Moulin Rouge” ausgesucht. Eine ruhige und
wunderschöne Melodie geleitete damit die Zuhörer nach Hause.
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